Literarische Weltreise: Siebter Stopp Russland

Labyrinth der Spiegel - Christiane Pöhlmann, Sergei Lukyanenko

Zugegeben, hier ist es vor allem der russische Autor, der meine Station bestimmt. Die Hauptperson sitzt zwar in St. Petersburg, aber eigentlich findet die Handlung in der virtuellen Welt statt. Dies ist aber auf der literarischen Weltkarte nicht verzeichnet ;-)

 

Zum Inhalt:

St. Petersburg in der Zukunft:
Jeder, der es sich leisten kann, verbringt seine Zeit in "der Tiefe" - der virtuellen Welt in der die Menschen so tief eintauchen können, dass sie sie kaum von der Realität unterscheiden können. Normale Menschen brauchen einen Timer, um wieder aus "der Tiefe" auftauchen zu können. Nicht so Leonid, denn er ist ein "Diver", der ganz nach belieben auftauchen kann. Diese seltene Fähigkeit macht Leonid für verschiedene Seiten und Aufgaben interessant. Nun soll er eine Person aus einem virtuellen Computerspiel herausholen. Es stellt sich jedoch heraus, dass dies schwieriger ist, als gedacht. Irgendetwas stimmt mit diesem Spieler nicht. Es kommt zu einer aufregenden Rettungsaktion.

Meine Meinung:
Eine spannende Geschichte in der virtuellen Welt mit philosophischen Gedanken. Manche dieser Gedankengänge fand ich interessant, andere habe ich nicht nachvollziehen können, vielleicht ist da eine russische Sozialisation erforderlich. Etwas lustig ist die Beschreibung der modernen Technik, z.B. das schnelle 28.800er Modem ...
Für alle, die Geschichten in virtuellen Welten mögen, auf jeden Fall lesenswert.

 

Die vergebenen "nur" 3,5 Sterne sind der Tatsache geschuldet, dass ich inzwischen schon einige andere Bücher gelesen habe, die in der virtuellen Welt spielen und für mich jetzt keine grundsätzlich neue Ideen dabei waren.