Ein plötzlicher Todesfall von J.K. Rowling

Ein plötzlicher Todesfall - J.K. Rowling, Susanne Aeckerle, Marion Balkenhol

Wer das Buch in die Hand nimmt, weil er die Harry Potter Romane der Autorin sehr mag, wird vielleicht enttäuscht sein. Der Roman ist ein komplett anderes Genre. Auch ein Krimi ist es nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lässt. Es ist ein Roman über das Leben in einer Kleinstadt. Dabei spielt Kommunalpolitik eine Rolle und das komplexe soziale Leben in der Stadt. Das hört sich vielleicht im ersten Moment langweilig an, aber das ist es durchaus nicht. Rowling beschreibt sehr lebensnah, was in den Köpfen der Jugendlichen und Erwachsenen in der Geschichte vorgeht. Jede Familie hat dabei seine eigenen Probleme, die von Drogenmissbrauch über Angststörungen bis zu Generationenkonflikten reichen. Wer im (sozial-)pädagogischen Bereich arbeitet, kennt viele dieser innerfamiliaren Prozesse. Das Buch hat mir aufgrund dieser Realitätsnähe sehr gut gefallen und die Entwicklung der Geschichte ist sehr spannend - auch wenn der "plötzliche Todesfall" ein natürlicher Tod war.